Steiner Pfaffenberg
Riesling auf fast nacktem Fels
Der Steiner Pfaffenberg erhebt sich über Stein und der Donau. Die Riede ist überwiegend nach Südosten ausgerichtet und reicht von etwa 199 bis 378 Meter Seehöhe. Gföhler Gneis, Glimmerschiefer und Amphibolit prägen die steilen Terrassen und geben dem Riesling eine klare, kühle Herkunft.
Eine historische Riede
Bereits im 13. Jahrhundert wurde der Pfaffenberg als mons clericorum erwähnt. Seit 1230 ist die Riede urkundlich belegt. Der Name erinnert an ihre historische Verbindung zu den Bischöfen von Passau.
Meine Parzelle
Meine Rieslingparzelle liegt auf südseitigen Terrassen in rund 250 Meter Seehöhe. Über dem Gföhler Gneis liegen stellenweise nur 20 bis 30 Zentimeter Boden. Die Reben sind 40 bis 60 Jahre alt.
Hier geht es nicht um Kraft um jeden Preis. Mich interessiert die Spannung zwischen reifer Frucht, kühler Würze und der steinigen Klarheit dieser Lage.
Meine Arbeit
Ich bewirtschafte die Parzelle biodynamisch und lese von Hand. Im Keller vergärt der Riesling spontan und bekommt vor allem Zeit.
Beim Jahrgang 2021 standen die Trauben 36 Stunden auf der Maische. Der Wein hat 13 % vol Alkohol, 5,6 g/l Säure und 5,8 g/l Restzucker.
Charakter des Weines
Frische Steinfrucht, Zitrus und ein feiner Rauchton treffen auf kühle, steinige Würze. Der Wein wirkt lebendig, straff und präzise – mit saftigem Zug und langem Nachhall.
Ausgewählte Bewertungen
- Vinous 2024 Fassprobe: 93–95 Punkte, Trinkfenster 2028–2050
- Vinous 2021: 94 Punkte, Trinkfenster 2028–2053
- Falstaff 2021: 94 Punkte
- Falstaff 2020: 95 Punkte
- Vinous 2020: 93 Punkte
- Vinous 2016: 94 Punkte