
Steiner Schreck
Riesling aus Amphibolit und Paragneis
Die Ried Steiner Schreck ist nach Südosten bis Süden ausgerichtet und liegt zwischen etwa 259 und 323 Meter Seehöhe. Geschieferter Amphibolit und kristalliner Paragneis bilden einen harten, kargen Untergrund. Alte Trockensteinmauern halten die steilen Terrassen.
Ein Name aus dem Gelände
1360 wurde die Ried als Schrekch dokumentiert. Der Name wird vom bairischen Wort schricke abgeleitet – einem tiefen Einschnitt im Gelände. Genau diese schroffe Topografie prägt den Ort bis heute.
Meine Arbeit
Ich bewirtschafte die Terrassen biodynamisch und lese von Hand. Jede Riede wird separat vinifiziert. Nach der Maischestandzeit vergärt der Riesling spontan und bleibt lange auf der Vollhefe. Die Methode soll den Wein nicht formen, sondern die Herkunft lesbar lassen.
Charakter des Weines
Der Schreck verbindet reife Steinfrucht und Zitrus mit rauchiger Würze und einer kühlen, geradlinigen Struktur. Druck und Länge kommen nicht aus Schwere, sondern aus Spannung. Ein Riesling, der Zeit braucht und mit Luft immer präziser wird.
Ausgewählte Bewertungen
- Vinous 2024 Fassprobe: 95–97 Punkte, Trinkfenster 2030–2060
- Falstaff 2024: 96 Punkte
- Vinous 2021: 96 Punkte, Trinkfenster 2028–2053
- Falstaff 2021: 94 Punkte
- Vinous 2020: 95 Punkte, Trinkfenster 2025–2050