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Riesling Ried KLAUS / Wachau
Klaus 2020
Riesling aus der Wachau.
Die Klaus ist eine der großen Rieslinglagen der Wachau. Sie liegt zwischen Donau und Achleiten und ist sozusagen deren Fortsetzung. Getrennt wird sie durch einen Weg, der nicht nur eine sichtbare Grenze bildet, sondern auch eine geologische Bruchlinie markiert.
Der Name Klaus geht auf den alten Begriff „Kleyss“ zurück und bezeichnet eine Engstelle. Wer den alten Wachauweg kennt, der an der Klaus entlangführt, versteht diesen Namen sofort. Im Alpenraum nennt man eine Klause einen schluchtartigen Engpass eines Tales. Genau so wirkt diese steile Lage zwischen Donau und Achleiten: eng, steil, fordernd und voller Spannung.
Ich hatte das Glück, diesen Weingarten fünf Jahre lang bewirtschaften zu dürfen. Am Anfang war es alles andere als leicht. In den ersten Jahren gab es kaum Ertrag, weil der Weingarten davor lange nicht die Aufmerksamkeit bekommen hatte, die er gebraucht hätte. Es war viel harte Arbeit. Viel Geduld. Viel Handarbeit. Und dahinter stand immer der Wunsch, einmal einen großen Riesling aus der Wachau zu ernten.
2019 und 2020 war es dann so weit. Nach Jahren der Arbeit kam dieser Riesling endlich auf die Flasche. Für mich ist das kein beliebiger Wachauer Wein, sondern ein Stück Weg, Mühe und Hoffnung. Ein Wein, der zeigt, was möglich wird, wenn man einem Weingarten wieder zuhört und ihm Zeit gibt.
In den Terrassenweingärten der oberen Klaus dominiert Migmatit-Amphibolit. In der unteren Klaus findet man vor allem Paragneis. Beides sind Umwandlungsgesteine, die der Lage ihre Tiefe, Spannung und mineralische Struktur geben.
Unter dem sandig-steinigen Oberboden tritt der dunkle Amphibolit-Charakter deutlich hervor. Die weißen Überzüge im Gestein stammen von Kalkausfällungen, die sich im Zuge der Bodenentwicklung gebildet haben. Der Kalk selbst kommt vermutlich aus der eiszeitlichen Lössbedeckung und wurde durch Verwitterung gelöst, bevor er in den Spalten des Gesteins wieder ausgefallen ist.
Das klingt technisch, aber im Glas wird es ganz einfach: Die Klaus bringt Rieslinge mit Tiefe, Klarheit, Spannung und Länge hervor. Sie kann Kraft zeigen, ohne schwer zu werden. Sie kann steinig sein, ohne karg zu wirken. Und sie hat diese besondere Wachauer Energie, die Riesling so groß machen kann.
Klaus 2020 ist für mich ein besonderer Wein. Nicht nur, weil die Lage groß ist. Sondern weil der Weg dorthin lang war.
Ein Riesling aus harter Arbeit, Geduld und dem Wunsch, aus der Wachau etwas wirklich Eigenes auf die Flasche zu bringen.
Lage & Ausbau
Ried Klaus in der Wachau, zwischen Donau und Achleiten.
Steile Terrassenlage entlang des alten Wachauwegs.
Böden: in der oberen Klaus Migmatit-Amphibolit, in der unteren Klaus Paragneis, mit sandig-steinigem Oberboden und Kalkausfällungen aus ehemaliger Lössbedeckung.
Jahrgang: 2020.
Alkohol: 12 % vol.
Klaus 2020
Riesling aus der Wachau.
Die Klaus ist eine der großen Rieslinglagen der Wachau. Sie liegt zwischen Donau und Achleiten und ist sozusagen deren Fortsetzung. Getrennt wird sie durch einen Weg, der nicht nur eine sichtbare Grenze bildet, sondern auch eine geologische Bruchlinie markiert.
Der Name Klaus geht auf den alten Begriff „Kleyss“ zurück und bezeichnet eine Engstelle. Wer den alten Wachauweg kennt, der an der Klaus entlangführt, versteht diesen Namen sofort. Im Alpenraum nennt man eine Klause einen schluchtartigen Engpass eines Tales. Genau so wirkt diese steile Lage zwischen Donau und Achleiten: eng, steil, fordernd und voller Spannung.
Ich hatte das Glück, diesen Weingarten fünf Jahre lang bewirtschaften zu dürfen. Am Anfang war es alles andere als leicht. In den ersten Jahren gab es kaum Ertrag, weil der Weingarten davor lange nicht die Aufmerksamkeit bekommen hatte, die er gebraucht hätte. Es war viel harte Arbeit. Viel Geduld. Viel Handarbeit. Und dahinter stand immer der Wunsch, einmal einen großen Riesling aus der Wachau zu ernten.
2019 und 2020 war es dann so weit. Nach Jahren der Arbeit kam dieser Riesling endlich auf die Flasche. Für mich ist das kein beliebiger Wachauer Wein, sondern ein Stück Weg, Mühe und Hoffnung. Ein Wein, der zeigt, was möglich wird, wenn man einem Weingarten wieder zuhört und ihm Zeit gibt.
In den Terrassenweingärten der oberen Klaus dominiert Migmatit-Amphibolit. In der unteren Klaus findet man vor allem Paragneis. Beides sind Umwandlungsgesteine, die der Lage ihre Tiefe, Spannung und mineralische Struktur geben.
Unter dem sandig-steinigen Oberboden tritt der dunkle Amphibolit-Charakter deutlich hervor. Die weißen Überzüge im Gestein stammen von Kalkausfällungen, die sich im Zuge der Bodenentwicklung gebildet haben. Der Kalk selbst kommt vermutlich aus der eiszeitlichen Lössbedeckung und wurde durch Verwitterung gelöst, bevor er in den Spalten des Gesteins wieder ausgefallen ist.
Das klingt technisch, aber im Glas wird es ganz einfach: Die Klaus bringt Rieslinge mit Tiefe, Klarheit, Spannung und Länge hervor. Sie kann Kraft zeigen, ohne schwer zu werden. Sie kann steinig sein, ohne karg zu wirken. Und sie hat diese besondere Wachauer Energie, die Riesling so groß machen kann.
Klaus 2020 ist für mich ein besonderer Wein. Nicht nur, weil die Lage groß ist. Sondern weil der Weg dorthin lang war.
Ein Riesling aus harter Arbeit, Geduld und dem Wunsch, aus der Wachau etwas wirklich Eigenes auf die Flasche zu bringen.
Lage & Ausbau
Ried Klaus in der Wachau, zwischen Donau und Achleiten.
Steile Terrassenlage entlang des alten Wachauwegs.
Böden: in der oberen Klaus Migmatit-Amphibolit, in der unteren Klaus Paragneis, mit sandig-steinigem Oberboden und Kalkausfällungen aus ehemaliger Lössbedeckung.
Jahrgang: 2020.
Alkohol: 12 % vol.